Petersilie, ein Winter- und Sommergemüse

Petersilie Schau dir in der Vergrößerung die Adern der Petersilie an. Sie ziehen sich durch jeden Teil dieser Pflanze, wie die Adern unter unserer Haut. Dieser Organismus atmet wie wir, sein Blut ist Chlorophyll. Man weiß, dass das zentrale Ion im Chlorophyll ein Magnesiumion ist. Im Gegensatz zum Blut des Menschen, in dem das zentrale Atom Eisen ist, wodurch sich auch die rote Farbe unseres roten Blutfarbstoffs Hämoglobin erklärt. Wir wissen natürlich noch viel mehr, dass Petersilie wie jede Pflanze CO2 aus der Luft und natürlich Wasser aufnimmt, Sonnenstrahlung absorbiert und viele nützliche Stoffe enthält, worüber wir Menschen immer wieder nur staunen können.

Salat mit Buchweizen, Spinat, rote Beete und Tomaten Ein Gewächs wie die Petersilie würde es schaffen, uns Menschen über viele Tage zu ernähren, auch wenn uns nichts anderes als nur diese krause Pflanze als Nahrung zur Verfügung stünde. Sie würde uns nicht nur ernähren, sondern uns sogar von vielen unserer Zivilisationsleiden befreien. Aber dazu sollten wir sie etwas länger als nur ein paar Tage zu uns nehmen, diese wunderbar lebende Struktur nicht durch Kochen oder Braten zerstören und auf viele andere liebgewonnene Essgewohnheiten vielleicht auch mal einige Zeit verzichten. Gerade im Winter schmeckt Petersilie besonders lecker. Ich esse aktuell pro Tag manchmal ein ganzes Bund oder auch gern zusammen mit Buchweizen, den ich mir vorher einige Stunden in Wasser einweiche. Anstelle der Petersilie eignet sich im Winter natürlich auch Grünkohl, Rosenkohl oder Brokkoli. Und noch ein Tipp: Der Buchweizen vermischt mit dem Grünfutter sollte gut und lange gekaut werden, besonders den rohen Buchweizen. Die Stärke im Buchweizen, ein Speicherkohlenhydrat, wird durch die Enzymverbindung Ptyalin im menschlichen Speichel, auch genannt Speichel-Amylase, aufgespalten und idealerweise vorverdaut (für mehr Infos siehe auch: Verdauung der Kohlenhydrate). Meine Beobachtung an mir selbst ist übrigens, dass langes Kauen zu einer echten Gewohnheit wird, je länger wir rohe Nahrung essen. Und ich meine damit nicht ab und an mal etwas Rohkost oder im Sommer wieder mehr davon, sondern ausschließlich. Das Gehirn verliert mit den Jahren die 'Erinnerung' an weiche (gekochte bzw. industriell vorgefertigte) Lebensmittel, die wir als Otto Normalesser üblicherweise mehrmals am Tag zu uns nehmen. Ganz von allein funktioniert ausgiebiges Kauen natürlich nicht. Unser Gehirn wird dabei schon noch etwas gebraucht... ;)