Frisch gepresster, grüner Saft zum Frühstück

Grüner Saft Gestern Nacht hat es in unserer Gegend endlich mal wieder ordentlich geregnet. Heute Morgen dann bin ich eine Runde durch unseren frisch verregneten Garten gegangen und habe viele grüne Leckerlis gesammelt. Das Ergebnis ist mit 2 kleinen Saftorangen und 2 Äpfeln vermischt im Saftbild zu sehen. Darin enthalten sind, von Links oben: junge Hibiskustriebe (Blätter), Petersilie, Minze, Vogelmiere, Zwiebellauch, Löwenzahn, Zitronenmelisse, Stangenfenchel (Fenchelkraut nenne ich es) und Liebstöckel, also Maggikraut. Außerdem habe ich noch einige Spinatblätter hinzugefügt, die am Abend nicht gegessen wurden.

Natürlich sind da in der Schüssel mit dem gesammelten Grünzeug auch kleinere Anteile an Sand bzw. Muttererde und auch die eine oder andere Ameise enthalten. Den Sand wird man los, indem man alles zusammen in eine Schüssel oder ein Abwaschbecken mit reichlich kaltem Wasser gibt und gründlich wäscht. Die Sandanteile lagern sich unten ab. Alles Grüne schwimmt oben. Wer seine Kräuter nicht mit Wasser vermischen will, kann sie natürlich auch ungewaschen essen. Es knirscht dann halt ab und zu mal zwischen den Zähnen. Mir selbst macht ungewaschen nichts aus, wenn ich alles allein verdrücke. Wenn das Gesammelte jedoch auch noch für den Rest der Familie reichen soll, wasche ich das Grün meistens ab. Die Ameisen wird man übrigens los, indem man sie einfach nicht beachtet.

Unser Maggikraut wächst schon seit Jahren wie verrückt und schießt auch ziemlich schnell nach oben. All die Jahre hat es mich immer ein wenig geärgert, dass ich dann nicht mehr viel mit den dicken Stielen und den Blütenansätzen anzufangen wusste. Das heißt, ich wußte es schon sehr wohl, habe es aber nicht getan. Seit diesem Jahr nun mache ich mir da keine Sorgen mehr. Neben Saft pressen ist jetzt auch das Trocknen für den Winter eine interessante Option geworden. Das wird vielleicht sogar eher nicht reichen.

Kräutergrün Vogelmiere ist für mich mittlerweile auch ein wunderbares Kraut. Die Konsistenz ähnelt dem Blattsalat. Es lässt sich hervorragend kauen und verarbeiten (am besten ungewaschen). Im Garten wächst die Vogelmiere überall dort, wo sie nicht stört. Im Moment habe ich auch immer noch das Gefühl, es könnte ruhig noch mehr davon wachsen. Besonders gut schmeckt Vogelmiere vor der Blüte und sie ist ideales Beiwerk für Saft und Smoothies.

Die Saftorangen ist eine kleine Sorte und kostet mich im Bioladen etwa 1,30 Euro das Kilo. Aktuell kriege gar nicht so viele ran, wie ich nehmen würde. Man kann aber ruhig auch nur Äpfel verwenden, um etwas Süße in den Saft zu bekommen. Außerdem macht man sich damit nicht so abhängig von den exotischen Früchten. Da sollte man als roh essender Mensch gut aufpassen.

Insgesamt kamen etwas mehr als 4 Gläser zusammen. Ein super leckeres und gesundes Biofrühstück muss also nicht teuer sein. Satt und zufrieden werde ich allerdings erst nach 2-3 Gläsern. Aber dann reicht's wirklich.